Was ist Leichte Sprache?

Im Alltag stoßen wir immer wieder auf eine Sprache,
die schwer verständlich ist.
Seien es Behördenbriefe, Verträge oder Bedienungsanleitungen
– oftmals sind sie beim ersten Lesen kaum zu verstehen.
Dabei ist es in unserer Gesellschaft unverzichtbar,
Sprache und Texte zu verstehen,
um im täglichen Miteinander selbständig und
selbstbewusst leben zu können.

Für Menschen mit Beeinträchtigungen ist das Verstehen
von Schrift und Sprache häufig sehr schwer bis unmöglich.
Damit Texte auch für sie verständlich werden,
muss Sprache vereinfacht werden.
Dies kann durch eine leichtere Ausdrucksweise, kurze Sätze,
große klare Schrift und zusätzliche Erläuterungen
durch Bilder und Symbole geschehen.

Eine Voraussetzung für Inklusion ist, dass Menschen mit
und ohne Behinderung miteinander kommunizieren können.
Sie brauchen eine gemeinsame Sprache.
Häufig scheitert das Miteinander schon hier.
Endlos lange Sätze, Fremdwörter, unstrukturiertes Kauderwelsch.
Das erschwert allen Menschen das Verstehen.

Die Lösung ist: Leichte Sprache!

Das Wort Inklusion ist ein lateinisches Wort.

Auf Deutsch heißt das Wort:  Einbeziehung oder Dazugehörigkeit.

Man meint damit:  Alle Menschen sind mit dabei.

Wie jeder andere Mensch, haben Menschen mit
Lern-Schwierigkeiten das Recht auf gute Informationen.
Das steht auch in der UN – Konvention.
Dort stehen die Rechte von Menschen mit Behinderung.
Im Artikel 9 dieser Konvention steht:

Durch gute Informationen können Menschen
herausfinden, was sie wissen müssen.

Durch gute Informationen können sich
Menschen besser entscheiden.

Wenn Menschen mit Lern-Schwierigkeiten keine guten
Informationen bekommen, schließt man sie aus.

Unter guten Informationen versteht man,
dass Informationen leicht lesbar und verständlich sind.
Damit man gute Informationen verfassen kann,
muss man sich an Regeln halten.

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www.leichte-sprache.org

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